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 Das Erbe

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Nanouka
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BeitragThema: Das Erbe    So Feb 11, 2018 10:54 am

Hallöchen...

Hier kommen die Kapitel rein. Sie werden aber wahrscheinlich ziemlich zusammenhanglos sein...

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Nanouka
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BeitragThema: Re: Das Erbe    So Feb 11, 2018 10:55 am

Prolog:
 
Es ist Jahrhunderte her, seit die Drachenwächter aus Levimoor verschwunden sind. Drachen gibt es auch kaum noch welche. Und meist sind diese sehr klein. Der momentane König von Levimoor ist in Besitz zweier halbwilder großer Drachen, die aber sehr unberechenbar und fast unreitbar sind. Früher lebte das Volk von Levimoor mit viel mehr Drachen zusammen. Kinder lernten auf ihnen reiten und fliegen, Drachen waren ein zusätzlicher Schutz des Landes, doch dann kamen die Schattenglaubenden. Sie verbreiteten Angst und Schrecken, töteten viele Drachen mit einem einzigen Blick… Die Drachen, die es überlebten, flohen dorthin wo sie niemand fand. Nur die Drachenwächter wussten wo sie sich versteckt hielten. Nach und nach aber, starben die Drachenwächter, Behüter aller Drachengeheimnisse, aus. Nun weiß niemand mehr, wo die Drachen leben und wie man mit ihnen völlig korrekt umgeht. Aber das wird sich ändern! Die neue Ära der Drachenwächter beginnt!
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Nanouka
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BeitragThema: Re: Das Erbe    So Feb 11, 2018 11:02 am

Kapitel 1:
 
Still tappte Ozean durch die dunklen engen Gassen. Es war spät am Abend und wiedermal hatte er es kaum geschafft irgendwas essbares aufzutreiben. Müde strich er sich die rehbraunen Haare nach hinten. Es wurde inzwischen Herbst. Zwar war noch kein Nachfolger für den Hof seines Großvaters gefunden worden und dort konnten er und Limanora auch hin, wenn es zu schneien begann, aber momentan war es noch nicht soweit. So sehr er sich auch jeden Tag bemühte… Mehr als genug für eine Person brachte er nicht auf. Seit Tagen schon knurrte ihm der Magen, aber er aß nicht von dem was er aufbrachte, weil Lima es doch brauchte. Still trat er um die Ecke und hob den sonst immer gesenkten Kopf. Seine eisblauen, im schwachen Licht der Sterne glühenden, Augen sahen sich um und entdeckten seine kleine Schwester in eine Ecke gekuschelt. Leise ging er zu ihr und setzte sich neben sie. Er gab ihr das Essen und lehnte sich erschöpft an die Hauswand. „Bitte, Schatz.“, murmelte er und sah ihr zu, wie sie hungrig auf aß. Sie lehnte sich an ihn und ließ sich von ihm streicheln. An ihn gekuschelt schlief sie bald ein. Auch Ozean fielen die Augen zu. Er träumte wieder von den Schattengestalten, die er schon seit Wochen in seinen Träumen sah. Es gab sie in unterschiedlichen Größen. Von winzig bis riesig. Manche von ihnen hatten Flügel, andere nicht.
 
Als er am nächsten Morgen wach wurde, lächelte ihn seine Schwester schon an. „Du hast wieder so süß geschlafen.“, sagte sie und lächelte ihn an. Ozean gähnte und streckte sich. „Guten Morgen, Lima. Kümmerst du dich wieder drum, dass wir einen neuen Schlafplatz bekommen?“, fragte er freundlich und stand auf. Seine kleine Schwester nickte und zog ihn sanft zu sich hinunter und gab ihm ein Küsschen. Dann lief sie fröhlich vor. Ozean lächelte müde. Ihm knurrte der Magen wieder so sehr… Er schloss kurz die Augen und folgte Limanora dann langsamer. Bevor er auf die belebte Straße trat, lehnte er sich an die Wand. Ihm war schwindlig geworden. Als es wieder ging, tappte er mit gesenktem Kopf auf die Straße um hinauszugehen auf die Felder. Vielleicht konnte er dort jemandem helfen. So bekam er immerhin ein Stück Brot geschenkt oder so etwas. Ozean lief leise, elegant und mit gesenktem Kopf die Straße entlang. Er trug den Kopf immer gesenkt, weil seine grellen Augen, anderen Bürgern immer Angst eingejagt hatten.  Er sah auf und beobachtete das gemütliche, aber sehr lebendige Leben und Marktverhalten der Bewohner. Lächelnd drehte er sich zum Schloss um und sah hinauf. Der Prinz schien wieder im Dorf herum zu strolchen. Er saß auf der jungen Drachendame, die aber wiedermal zu bocken schien. Er grinste und schlenderte weiter. Ihm tat der Nacken weh, aber sobald er den Kopf hob, wäre die Idylle vorbei. So beobachtete er alles, sah aber niemanden an. Als plötzlich einige Vorsichtsrufe ertönten hob er den Kopf. Die friedliche Marktidylle war eh zerstört. Er wirbelte herum und sah bloß noch den bockenden Drachen, der auf eine junge Frau mit Baby auf dem Arm zu rannte. Instinktiv sprang er auf die jetzt leere Straße und sah dem Drachen mit seinen eisblauen Augen direkt in die Augen. Ozean hob den Arm. „Spermatophyta!“, sagte er fest und sicher. Er schrie nicht, aber er sprach hörbar laut. Die Drachendame reagierte sofort und setzte sich ohne zu zögern auf ihr Hinterteil und kam nur ganz knapp vor Ozean zum Stehen. Für den jungen Prinzen war es leider zu spät um sich noch festzuhalten. Der flog einige Meter und landete im Staub der Straße. Ozean ging ruhig, Augenkontakt halten auf die Drachendame zu und nahm ihre Zügel. „Collige tua.“, beruhigend und begann ihr die Nase zu kraulen, ehe er zum Prinzen ging um ihm die Zügel wieder zu geben. Der Prinz hatte sich inzwischen wieder aufgerappelt und sich den Staub von der Kleidung geklopft. Ozean hatte den Kopf wieder gesenkt. Er traute sich nicht dem Prinzen in die Augen zu sehen. Vorsichtig kniete Ozean sich hin und hielt ihm die Zügel des Drachen hin. Der Prinz lächelte. „Steh auf. Du musst dich nicht hinknien.“, meinte der Prinz und nahm die Zügel während Ozean sich langsam wieder erhob. „Wie ist dein Name?“, fragte er sanft. Ozean schluckte. Er antwortete nicht. Er wollte einfach nur weg. Der Prinz hielt ihn nur auf! Er musste doch für Limanora sorgen… Der Prinz versuchte einen Blick in Ozeans Gesicht zu erhaschen um ihn einschätzen zu können. „Mein Name ist Morgan. Ich muss mich bei dir bedanken, wirklich. Ich bekomme Koraja sonst nie unter Kontrolle.“, versuchte Morgan ein Gespräch zu beginnen. Ozean schluckte. „Ich bin Ozean.“, murmelte Ozean leise. Er stand wie ein begossener Pudel da. Morgan seufzte. „Kann ich dir einen Gefallen tun? Brauchst du etwas? Brot oder so?“, fragte er und versuchte Ozean zu berühren, der sofort zurück zuckte und wieder in Begriff war sich hinzuknien. „Nein. Lass das. Du musst dich nicht hinknien.“, sagte Morgan sofort. „Ist okay. Du möchtest nicht angefasst werden. Das habe ich schon verstanden. Kann ich dir was helfen?“, fragte er erneut. Zumindest willst du nicht von mit berührt werden. Ozean schüttelte schnell den Kopf. „Nein. Danke. Ich komme gut allein zurecht. Ich brauche nichts. Naja… Vielleicht etwas zum Essen“, murmelte er leise. Morgan seufzte. „Komm bitte mit mir. Begleite mich zum Schloss zurück. In der Küche bekommst du eine warme Mahlzeit“ Ozean nickte und folgte dem Prinzen langsam. Er hatte ein mulmiges Gefühl im Bauch. In wenigen Stunden, wenn die Sonne am höchsten stand, war er mit seiner Schwester verabredet. Morgan drehte sich zu ihm um. „Ozean? Ich sehe, dass es dir nicht gut geht. Ich sehe auch, dass du seit Tagen nicht gegessen zu haben scheinst. Bist du sicher, dass du nichts möchtest außer etwas zum Essen? “ Ozean schluckte. Dann blieb er stehen. „Das hört sich wirklich verlockend an und ich gebe zu, dass mir seit Tagen der Magen knurrt, aber ich kann das Angebot nicht annehmen. Ich muss mich um meine kleine Schwester  kümmern. Ich kann sie nicht einfach alleine lassen.“, antwortete er leise und wandte sich zum Gehen. Morgan dachte kurz nach und hatte Probleme damit Koraja bei sich zu halten. Die Drachendame wollte unbedingt zu Ozean. „Wie wäre es, wenn wir sie einfach holen und du sie mit nimmst? Also ins Schloss.“, bot er großzügig an. Ozean drehte sich um und streichelte Koraja. „Das wäre wirklich sehr lieb.“, murmelte er leise und hob zum ersten Mal den Kopf. Morgan begann zu lächeln. „Wieso versteckst du diese schönen Augen?“, fragte er offen. Ozean schluckte. „Die Menschen haben Angst davor, wenn ich sie ansehe.“, murmelte er und lächelte scheu. „Ist es okay, wenn ich mit Limanora nachkomme? Also zum Schloss?“, fragte er leise. Morgan nickte fröhlich. „Wenn du das Koraja erklärt hast… Wir suchen mal wieder nen Stallburschen für Koraja und Morion. Den letzten haben die Beiden mal wieder vertrieben. Aber dich scheint zumindest Koraja zu mögen. Du könntest dann am Schloss schlafen und zu Essen bekommst du auch… Vielleicht hättest du ja Interesse. Limanora würde ich dann auch lesen und schreiben beibringen. Dann würde sie unter Aufsicht, wenn du arbeitest...“, äußerte er sich freundlich und zeigte auf die Drächin, die beharrlich versuchte zu Ozean zu kommen. "Kann ich Kora nicht einfach mit mir mitkommen? Also… Zu meiner Schwester...", fragte Ozean leise. So viel hatte er seit Jahren nicht mehr gesprochen. Na ja... Zumindest nicht mit der Außenwelt. Vorsichtig hob Ozean den Kopf wieder und begann Koraja hinter den Ohrschuppen zu kraulen. Morgan nickte. "Warum nicht. Auf dich scheint sie ja viel besser zu hören, als auf mich.", stimmte er zu und gab Ozean die Zügel zurück. " Kurz nach Mittag bin ich am Schloss. ", meinte Ozean freundlich und tappte zum Marktplatz zurück. Koraja folgte ihm ohne zu Bocken und vollkommen friedlich. Ihre Schnauze schien es gar nicht zu wagen von Ozeans Schulter zu weichen. Also blieb Ozean stehen und nahm ihr das Zaumzeug ab. "Wenn du schon so brav bist, kannst du ja auch ohne Zaum laufen.", meinte er und lächelte. Koraja schien sich richtig darüber zu freuen, dass sie ohne Zaumzeug laufen durfte. Fröhlich wackelte sie Ozean nach und setzte sich ruhig hinter ihn, als sie am vereinbarten Treffpunkt waren. Koraja legte Ozean den Kopf auf die Schulter und ließ sich zwischen den Nüstern kraulen. "Ozean?", tönte ein leises Stimmchen. Es war Lima ganz sicher. Ozean lächelte und ging zu ihr. "Hey, mein Schatz.", meinte er und strich ihr über den Kopf. "Was machst du mit dem Drachen da? Der gehört doch zum Schloss... ", meinte sie verängstigt und sah Ozean mit großen Augen an. " Alles gut, Lima. Das ist Koraja. Sie ist dem Prinzen wieder durchgegangen. Ich hab bloß eins der Wörter von Opa gesagt. Ich konnte doch auch nicht wissen, dass sie mir jetzt nicht mehr von der Seite weicht.", meinte Ozean und nahm Limanoras Hand. "Komm. Wir bringen sie zum Schloss zurück. " Limanora nickte zögernd und ließ sich von Ozean auf Koraja heben. Die drehte kurz den Kopf um an ihr zu schnuppern, dann nickte sie kurz und schob Ozean näher an sich. "Ach... Ich darf auch aufsteigen?", fragte er und strich über Korajas Nase. Dann zog er sich sanft auf ihren Rücken. "Okay. Los gehts! Aber langsam bitte." Die Drachendame schraubte fröhlich und lief schwungvoll los. Den langen Drachenschwanz trug sie fröhlich und vorsichtig hinter sich her. Im Gegensatz zu vorhin, als sie den Prinzen getragen hatte, passte sie jetzt auf die anderen auf und wartete auch geduldig. "Was ist denn mit dir los? Du bist ja so... zahm!", stellte Ozean verwirrt fest. Das ihm schlecht und schwindlig vor Hunger war, würde er eh wieder niemandem sagen. Er summte leise vor sich hin. Koraja durchschritt das Tor zum Schlosshof und blieb vor den Stallungen stehen. „Danke, Kora.“, meinte Lima und streichelte ihr vorsichtig die recht kleinen Drachenohren. Ozean saß ab und schwankte kurz. Dann fing er sich wieder und hob Limanora von Koraja hinunter. Koraja schnaubte wieder und rieb sich an Ozean, wobei sie ihn beinahe umwarf. „Nicht so wild, Koraja.“, lachte der leise und sah zum Schloss, welches der Prinz in diesem Augenblick verließ. Limanora nahm ängstlich Ozeans Hand. „Alles gut, Schatz.“, murmelte er und lächelte Morgan an. „Du bist ausgesprochen pünktlich, Ozean.“, meinte er und winkte sie hinter sich her. „Kommt. Ich hab euch schon was vorbereiten lassen.“, meinte er und lächelte. Ozean nickte und folgte ihm. Lima lief neben Ozean her, hatte aber eindeutig Angst. Als sie die kleine Holzhütte betraten, sah sie sich als erstes neugierig um. Ozean lächelte Morgan an. „Danke vielmals.“, murmelte er und lächelte ihn an. Morgan grinste. „Nicht dafür. Aber könntest du Koraja noch auf der Wiese zu Morion anpflocken? Morgen stell ich dir den Stallmeister vor. Der erklärt dir alles.“ Ozean nickte. „Und wer passt dann auf Lima auf?“, fragte er leise. Morgan lächelte. „Ich werde das tun. Wenn du nichts dagegen hast, dann bring ich ihr lesen und schreiben bei.“ Ozean nickte wieder. „Super. Vielen Dank. Komm Koraja. Wo ist denn die Wiese, auf die ich dich bringen soll?“, fragte Ozean sie. Koraja lief fröhlich vor und sprang freiwillig auf die Wiese. Er pflockte sie wie befohlen an der langen Kette an und kraulte sie zum Abschied. „Alles gut, Koraja. Ich komm morgen wieder und hol dich, ja?“, versprach er ihn und ging dann zu Limanora zurück, die sich inzwischen ein Bett ausgesucht hatte. Ozean legte sich erschöpft auf das Andere und sah an die Decke. Erst sehr spät nachts schlief er vor Erschöpfung ein. Er schlief nicht gut. Er war es nicht gewohnt auf einer Matratze zu schlafen. Nicht mehr zumindest.
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BeitragThema: Re: Das Erbe    So Feb 11, 2018 11:03 am

Kapitel 2:
 
Erschrocken fuhr Ozean am nächsten Morgen hoch. Limanora hatte ihn ganz sanft am Arm berührt. Lima sah ihn erschrocken an. „Ach du bist es, Lima. Alles gut. Ich hab mich nur erschreckt. Ich hab nicht so gut geschlafen.“, gähnte er und stand auf. Er nahm seinen Kamm und begann sich zu kämmen. Als seine rotbraunen Haare samten glänzten und über seine Schultern fielen, nahm er Limas Hand und hob sie hoch. „Komm, Lima. Lass uns frühstücken gehen.“, meinte er und trat in den grellen Sonnenschein. Von der nahen Wiese schnaubten zwei große Drachen fröhlich. Ozean trug Limanora sanft in die Küche und setzte sich da ab. Die Köchin lächelte. „Ah… Ich weiß schon. Morgan hat es mir gesagt. Ihr seit die Neuen, oder?“ Ozean nickte. „Mir geht’s nur drum, dass Lima was isst...“,meinte er und ging wieder hinaus. Er würde was essen, wenn es Abendessen gab. Summend trat er auf die Wiese und nahm Koraja die Ketten ab. Auch zu dem dunkleren Drachen ging er vorsichtig und versuchte die Kette zu lösen. „Tut mir leid, Großer. Das bekomme ich nicht auf.“, entschuldigte sich Ozean bei dem dunklen Drachen mit Wellenzeichnung. Morgan stand am Zaun und lachte. „Das ist auch gut so. Morion ist nicht einfach. Er ist noch wilder als Koraja und steht eigentlich immer hier auf der Wiese. Früher ist er immer bis zum Schlossturm geflogen, auch mit Kette, aber seit 6 Monaten macht er das nicht mehr.“, erzählte der Prinz freundlich. Ozean sah sich den Drachen an. „Das ist doch auch klar. Er hat sich den Flügel verrenkt. Kann man ihm vielleicht den Kopf und den Schweif festhalten? Dann kann ich versuchen ihm den wieder einzurenken.“, meinte Ozean freundlich. Morgan nickte und lief ein paar Helfer holen. Zwei kümmerten sich um Morions Maul, zwei um seinen Schweif. Ozean nahm vorsichtig Morions Flügel. Mit einem kräftigen Ruck renkte er dem Drachen den Flügel ein. Morion kreischte auf und schüttelte die Helfer ab. Ozean sprang sofort vor den Drachen und begann ihn mit deinen grell blauen Augen zu fixieren. „Collige tua!“, sagte er immer und immer wieder. Morion beruhige sich tatsächlich und begann sich liebevoll an Ozean zu reiben. „Ist ja gut, Morion. Na komm. Versuchs mal mit fliegen!“, meinte er und grinste. Der Drache streckte die Flügel und flog auf. Elegant landete er wieder auf seinem Schlossturm. Fröhlich schnaubte er und suchte sich einen Fisch aus seinem Futterkorb, den er Ozean zu warf. „Danke, Mori! Aber ich mag den nicht roh!“, rief er dem Drachen zu. Morion schien Luft zu holen und grillte den Fisch ganz kurz. „Danke!“, meinte Ozean und hob den gerillten Fisch auf. Langsam begann er davon zu Essen. Gegrillten Fisch zum Frühstück. Und zwar von einem Drachen gegrillt. Nach der Hälfte gab Ozean auf, weil er einfach nicht mehr konnte. Koraja brummelte und fraß den restlichen Fisch. „Danke, Kora. Und jetzt gibt Frühstück, komm.“, meinte er und ging vor. Die Drachendame sprang ihm fröhlich nach. Morgan stand immer noch auf der Wiese und schüttelte den Kopf. Das hatte er noch nie gesehen, dass jemand von Morion gefüttert wurde. Oder das Kora so zahm war Ozean gegenüber. Dabei war er vollkommen fremd für sie.Er schien offensichtlich richtig gelegen zu haben mit seiner Vermutung. Morgan summte und folgte Ozean dann, der Koraja sanft in die Box gebracht hatte. Er lächelte und legte Ozean die Hand auf die Schulter, was dieser überhaupt nicht erwartet hatte und erschrocken einen Satz in die Luft machte. Er zitterte am ganzen Körper und atmete hektisch. Er hatte sich wahnsinnig erschrocken und das sah man ihm an. Er war kreideweiß im Gesicht geworden. So sehr sogar, dass Morgen ihn vorsichtig am Arm nahm und zu einem nahen Heuballen führte und ihn dort niederdrückte. Vorsichtig kniete er sich  vor ihn. „Sch… Alles gut Ozean. Tut mir leid. Ich wollte dich nicht so erschrecken. Ozean schluckte und nickte dann. Er war vollkommen in Gedanken gewesen. Es hatte ihn vollkommen verwundert, dass Morgan ihm sofort angeboten hatte diesen Job zumachen, nachdem er seine Augen gesehen hatte. Inzwischen hatte sich sein Kreislauf wieder beruhigt. Vorsichtig stand er wieder auf und half dann auch Morgan auf. Der legte ihm wieder die Hand auf die Schulter und führte ihn so zum Stallmeister. Sie unterhielten sich kurz, ehe Ozean dann in seine Arbeit eingewiesen wurde. Tatkräftig machte er sich an die Arbeit. Als erstes stand füttern an. Und zwar das der Pferde und das der Drachen. Ozean spezielle Aufgabe war es sich um Flämmchens Futter zu kümmern. Sie sollte Fisch bekommen. Ozean lief mit dem Futter zur Schmiede und stellte den Futternapf an die dunkelste Ecke des Raumes. „Na komm raus, Flämmchen.“, lockte Ozean immer und immer wieder. Die kleine schwarze Drachendame sah aus der Ecke und nieste heißen Rotz. Ozean nahm das Drächelchen auf den Arm. „Du bist ja ganz kalt!“, stellte er erschrocken fest. Der Schmied sah zu ihm. „Ist das schlimm?“, fragte er verwirrt. Ozean nickte. „Sie schläft doch sonst immer im Ofen, oder?“, fragte Ozean vorsichtig. Der Schmied nickte.“Normalerweise schläft sie da, ja.“ „Sie ist ein Feuerdrache. Sie ist richtig krank, so kalt wie sie ist.“, meinte Ozean besorgt und sammelte Asche zusammen. „Machen sie mir bitte heißes Wasser?“, fragte er vorsichtig und packte Flämmchen ein. Er füllte etwas Asche in einen Napf. Dann goss er das heiße Wasser in die Schale mit der Asche und verrührte das ganze. Nun stellte er das Gemisch in den Ofen bis es richtig heiß war. Vorsichtig stellte Ozean der kleinen Flämmchen den heißen Napf hin. Die schnupperte und begann gierig zu fressen. Offensichtlich hatte sie Hunger. „Das können sie ihr selber machen.“, meinte er und streichelte das kleine Drachenmädchen. Langsam kehrte ihre eigentliche Wärme wieder zurück. „Entschuldigen Sie bitte. Ich muss weiter. Kora will auch noch fressen.“, meinte er und lächelte. Dann lief er weiter. Eilig fütterte er Koraja, die ihn erst musterte und dann den Fisch fraß. Ozean war bereits nassgeschwitzt. Er hatte bereits mehr Energie vergeben, als er eigentlich hatte. Dennoch begann er die Pferdeställe auszumisten. Limanora hatte sich angeschlichen und umarmte ihn fest. Mit zitternden Händen stellte die Mistgabel weg und lächelte Limanora an. „Hey, Lima.“, meinte er und verdrehte plötzlich die Augen und sackte einfach nur noch zusammen. Limanora schrie auf und kuschelte sich schluchzend an Ozean. Koraja öffnete geschickt ihre Boxentür und sprang eilig zum Stallmeister und zog ihn zu vorsichtig zu Ozean. Morgan kniete bereits neben ihm und versuchte ihn zu wecken. „Das war ein Schwächeanfall. Ich nehme an, dass er sich einfach nur noch überanstrengt hat.“, meinte er leise und ließ Ozean in seine Unterkunft bringen. Ihm war längst aufgefallen, dass Ozean ziemlich abgemagert war. „Wenn er wieder zu sich kommt, Lima, dann lauf zur Köchin. Sie soll ihm Suppe machen.“, meinte Morgen und strich Limanora über den Kopf. Limanora schluchzte. „Okay, mach ich.“, murmelte sie und und kroch zu Ozean ins Bett. Der schlief ruhig.
Langsam blinzelte Ozean. Limanora sprang aus dem Bett und rannte zur Köchin. Die folgte ihr und begann Ozean zu füttern. Der schluckte die Suppe zwar, aber es kam ihm eher vor wie trinken, so benommen war er noch. Irgendwann schlief er dann einfach wieder ein. Die Köchin lächelte, strich der eingeschlafenen Lima über den Kopf, deckte sie mit Ozeans Decke zu und ging dann wieder. Sie musste unbedingt mal mit dem Prinzen sprechen. Ozean sah mehr als nur etwas ausgehungert aus. Man sah sehr deutlich, dass seine kleine Schwester besser genährt war, auch wenn sie wirklich krank aus sah. Leise hustete sie. Ozean zog sie an sich und begann sie im Schlaf zu streicheln.
 
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