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 Die Kapitel

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KeLaSch
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BeitragThema: Die Kapitel   Fr Feb 09, 2018 10:33 pm

Hallo, Gast :)
Hier werde ich die verschiedenen Kapitel, den Prolog sowie den Epilog meines Buches ʻO ke ola o kekahi kaikamahineʻē aʻe posten.
Bitte verfasst hier keine Beiträge, sondern schreibt diese in den Thread, dessen Link ich unten anfügen werde. Vielen Dank.

LG


Kritik / Anregungen / …

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Leilani Mahoe / Leyla Madden:
 
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KeLaSch
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BeitragThema: Re: Die Kapitel   Fr Feb 09, 2018 10:44 pm

Prolog


„Liebe Trauernde, liebe Familie Mahoe. Als einer der Familienmitglieder möchte ich ein paar wichtige Worte loswerden. Wir haben in den letzten zwei Wochen drei geliebte Menschen verloren. Drei, die viel zu früh aus dem Leben gerissen wurden. Die gemeinsamen Tage und Jahre mit ihnen waren wertvoll, und dennoch war diese Zeit viel zu kurz. Aber wir müssen nach vorne gucken. Wie sagen wir immer? Schaue nicht zurück, denn dort liegt die Vergangenheit. Schaue nach vorne, denn dort liegt die Zukunft! Aber dennoch dürfen wir nicht vergessen, was wir gemeinsam durchgemacht haben.“

Das leise Weinen der trauenden Gruppe durchbrach die Stille des regnerischen Nachmittags. Viele der Leute trugen schwarze Kleider, hielten schwarze Regenschirme in den Händen und die anwesenden Kinder sahen einfach nur zu – zu jung waren sie, um all das Geschehene verstehen und verarbeiten zu können.
In der Mitte der Menschentraube waren drei tiefe, rechteckige Löcher ausgegraben, an dessen Enden sich drei Urnen befanden. An zwei der vier Ecken des Rechteckes standen zwei Beistelltische mit zwei großen Schalen – eine mit gelborangenen Hibiskusblüten und eine mit etwas Erde.

Gegenüber der Gruppe stand ein Mann, der soeben seine Grabrede gehalten hatte. Er hatte kurze, schwarze Haare, seine Haut war sonnengebräunt und mit seiner Haltung verdeutlichte er, dass er die Trauer, die er in sie trug, in sich hineinfraß, anstatt diese an diesem passenden Tag herauszulassen. Mit einem Taschentuch wischte er die wenigen Tränen von seinen Wangen und sah hinüber zu den Trauernden und den Familienmitgliedern. Sie sahen allesamt zu den Urnen, in denen die Asche ihrer verstorbenen Angehörigen untergebracht waren.
„Wir werden euch immer in Erinnerung halten“, sagte der Mann in Richtung der Urnen und trat beiseite, um einer blonden Frau Platz zu machen. Ihre braunen Augen waren verheult, ihre Schminke war verlaufen und ihre Hände zitterten, als sie mit dem Regenschirm an die Gräbern trat.

„Nichts ist mehr so wie es war ohne euch, doch ihr lebt weiter in unseren Herzen“, fing sie an, „Mein Verlobter kann zwar aufgrund einer Geschäftsreise gerade nicht anwesend sein, aber dennoch weiß ich, dass er genau das sagen würde, was ich sagte. Wir müssen nun zusammenhalten, besonders als Familie, und uns gegenseitig in dieser schweren Zeit unterstützen. Denn ich weiß, dass die Drei genau das wollen würden.“
Mit diesen Worten widmete sie sich dem Grab, ging zu der Schale mit den Hibiskusblüten, griff mit ihrer Hand in diese und ließ ein paar Blüten in das Loch fallen. Als diese auf dem Boden angekommen waren, trat sie ebenfalls beiseite und gesellte sich wieder zu den anderen Personen.

Nach und nach trat jeder hervor, ließ entweder Blüten oder etwas Erde fallen und ging zurück an seinen Platz. Nachdem alle wieder dort standen, wo sie zuvor waren, wurden die Urnen in die Gräber gelassen und mit der restlichen Erde wieder zugeschaufelt.
Die in der Luft hängende Trauer erdrückte die meisten der Anwesenden und ließ deren Tränen wie Wasserfälle laufen. Kaum waren die Urnen nicht mehr sichtbar, wandte sich die Gruppe von den Gräbern ab und machte sich auf den Weg zum Parkplatz vor dem Friedhof. Dort stiegen sie in ihre Autos und machten sich auf den Weg zu dem Restaurant, in welchem die Trauerfeier stattfand.

Während sie sich in ihren Autos entfernten, klärte sich der Himmel auf und die Sonne fing an zu scheinen. Die Sonnenstrahlen stießen durch die dunkle Wolkendecke, erkämpften sich einen Weg auf die Erde und ließen die drei frischen Gräber im warmen Sonnenlicht erleuchten.
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